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Beruf

Dein Körper ist dein Werkzeug. Was passiert, wenn es versagt?

38 % aller BU-Fälle im Handwerk gehen auf den Bewegungsapparat zurück.

1.650 EUR

Durchschnittliche Lücke/Monat

Rund 5,6 Millionen Beschäftigte im deutschen Handwerk

Handwerker haben eines der höchsten BU-Risiken aller Berufsgruppen. Muskel-Skelett-Erkrankungen und Unfälle machen über 50 % der BU-Fälle im Handwerk aus.

Fallbeispiel: Thomas (28), Dachdecker-Geselle

Was du wissen musst

Handwerker sind die Berufsgruppe mit dem höchsten körperlichen BU-Risiko. Dachdecker, Maurer, Elektriker, Schreiner – sie alle arbeiten täglich unter Bedingungen, die den Körper verschleißen. Schweres Heben, Arbeiten in der Höhe, Kälte, Hitze und repetitive Bewegungen fordern ihren Tribut.

Die Statistik ist eindeutig: 38 % aller BU-Fälle im Handwerk gehen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück – Rückenschmerzen, Arthrose, Bandscheibenvorfälle. Dazu kommen 12 % durch Unfälle. Insgesamt liegt das BU-Risiko für Handwerker deutlich über dem Durchschnitt.

Das Problem: Genau weil das Risiko hoch ist, sind die BU-Beiträge für Handwerker teuer. Ein Dachdecker (Klasse 4–5) zahlt für 2.000 EUR BU-Rente oft 150–220 EUR im Monat. Bei einem Netto von 2.400 EUR sind das 6–9 % des Einkommens. Das ist viel, aber die Alternative ist schlimmer.

Ohne BU-Versicherung bleibt dir bei Berufsunfähigkeit die EM-Rente von 750 EUR – wenn du sie überhaupt bekommst. Davon Miete, Auto und Lebenshaltung zu bezahlen, ist unmöglich. Eine Umschulung klingt gut, dauert aber Jahre und muss finanziert werden. Für Handwerker, deren BU-Beitrag das Budget sprengt, gibt es Alternativen: Die Grundfähigkeitsversicherung ist günstiger und schützt konkrete körperliche Fähigkeiten wie Heben, Knien oder Greifen.

Unsere Tipps für dich

1

Früh abschließen – vor den ersten Verschleißerscheinungen

Mit 25 hast du in der Regel noch keine Rückenprobleme oder Gelenkbeschwerden. Jede ärztliche Diagnose kann die BU verteuern oder zum Ausschluss führen. Schließe ab, solange du gesund bist.

2

Grundfähigkeitsversicherung als Alternative prüfen

Wenn die BU zu teuer ist: Die Grundfähigkeitsversicherung kostet oft 40–60 % weniger und schützt konkrete Fähigkeiten wie Heben, Knien, Treppensteigen. Weniger Schutz als eine BU, aber deutlich besser als nichts.

3

Betriebliche BU nutzen

Manche Arbeitgeber bieten eine betriebliche BU an, die günstiger ist als ein Einzelvertrag. Prüfe, ob dein Betrieb das anbietet und wie hoch die Absicherung ist.

4

Auf Verweisungsverzicht achten

Ohne Verzicht auf abstrakte Verweisung kann der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen. Als Dachdecker könnte man dich auf einen Bürojob verweisen – auch wenn du dafür nicht qualifiziert bist.

BU-Empfehlung für deine Situation

Absicherungshöhe

70–80 % des Nettoeinkommens, mindestens 1.500 EUR

Laufzeit

Bis zum Alter von 67 Jahren

Wichtige Klauseln:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung (besonders wichtig für Handwerker)
  • Beitragsbefreiung bei Leistungsbezug
  • Nachversicherungsgarantie
  • Infektionsklausel
  • Arbeitsunfähigkeitsklausel als Zusatz

Häufige Fragen

Warum ist die BU für Handwerker so teuer?

Weil das BU-Risiko höher ist. Handwerker arbeiten körperlich und haben ein statistisch höheres Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen und Unfälle. Die Versicherer kalkulieren das in die Beiträge ein. Handwerker werden in BU-Klasse 3–6 eingestuft.

Gibt es günstigere Alternativen zur BU für Handwerker?

Ja. Die Grundfähigkeitsversicherung schützt konkrete körperliche Fähigkeiten und kostet 40–60 % weniger als eine BU. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist noch günstiger, schützt aber nur, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst. Beide sind besser als keine Absicherung.

Was ist das häufigste BU-Risiko für Handwerker?

Muskel-Skelett-Erkrankungen (38 %) – Rückenprobleme, Bandscheibenvorfälle, Arthrose, Sehnenentzündungen. Danach folgen Unfälle (12 %) und psychische Erkrankungen (15 %). Insgesamt wird fast jeder dritte Handwerker im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig.

Zahlt die BU wirklich, wenn es drauf ankommt?

Ja. 80 % aller BU-Anträge werden bewilligt (GDV-Statistik). Die häufigsten Ablehnungsgründe sind: Der Versicherte kann noch zu mehr als 50 % arbeiten (44 %), oder die vorvertragliche Anzeigepflicht wurde verletzt (10 %). Ehrliche Gesundheitsangaben sind deshalb entscheidend.

Kann ich die BU-Rente niedriger ansetzen, um zu sparen?

Ja, aber sei vorsichtig. Eine BU-Rente von 1.000 EUR klingt nach Ersparnis, reicht aber im Ernstfall nicht zum Leben. Prüfe, ob eine Grundfähigkeitsversicherung oder eine betriebliche BU nicht die bessere Lösung für dein Budget ist.

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